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Tragbar Leicht

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Vortrag übder die legendäre Funkstation "Tragbar Leicht / TL / SE-210" am 16. Juni 2011



Diese Funkstation der Schweizer Übermittlungstruppen wurde 1935 bei der Truppe eingeführt und wurde erst ausgemustert im Jahre 1980. Die SE-210 hat eine Ausgangsleistung von 15 Watt und besitzt einen Frequenzbereich von 3 bis 5 MHz. Sie kann betrieben werden in CW und Fonie (AM) und besitzt bereits einen RIT und eine VOX! Joe hat mit dieser Funkstation, zwischen 1958 und 1960, beim vormilitärischen Funkerkurs, seine ersten Verbindungen innerhalb der Schweiz hergestellt und vor etwa 20 Jahren diese Funkstation vom EVU (Eidg. Verband der Übermittlungstruppen) gekauft.

Die Vorstellung wird beinhalten:

  • Erklärung des Aufbaus und der Schaltung der Funkstation
  • Praktischer Betrieb mit Netzspeisung. Gegenstation wird ein K-2 sein.
  • Praktischer Betrieb mit Tretgeneratorspeisung. Geht als Ersatz für einen Home-Trainer. Für Fitness ist an diesem Abend gesorgt!


Gäste aus anderen USKA Sektionen sind zu diesem interessanten und originellen Abend selbstverständlich auch eingeladen.


Sendeempfänger Ase211

3 - 5 MHz, A1 15W, A2, A3 8W
unten von links Anschlüsse für Kopfhörer, Mikrophon mit "push to talk" Taste und Morsetaste.

Batteriekasten Spez992Bs

unter den Zubehörfächern und -schublade die Umschaltung für Akku - Ladung und Betrieb, darunter drei 60 V Anodenbatterien, ins Fach zur Linken gehört der 6V Eisen - Nickel- (Laugen)- Akkumulator

Netzanschlussgerät NG TL

Aus der Netzspannung werden Anoden-, Gittervor- und Heizspannung gewonnen.
Das Antennenanpassgerät AI 3021 gehört im Originalzustand nicht ins Zubehörfach.


Funkstation Tragbar Leicht / TL / SE-210

Die damals sehr moderne Kurzwellenstation Telefunken Stat 272 Bs wurde um 1935 als Nachfolger des obsoleten Materials aus den zwanziger Jahren evaluiert.

Telefunken hatte 1931 eine als Tornisterstation tragbare 5W-Station bestehend aus 5W-Sender Spez 469 Bs und Tornisterempfänger Spez 445 Bs entwickelt - später als Kleinfunkgerät a resp Fu 9 bezeichnet - man setzte auf separat ausgeführte Sender und Empfänger.

In ähnlicher Bauart wurde 1935 als Sendeempfänger SE469A resp. Stat 272 Bs ein 15 Watt - Gerät entwickelt, welches bei der deutschen Polizei in Einsatz kam, die Marine erhielt eine als SE528S / Stat 272S verbesserte Version.

Für die Schweiz wurde eine Exportvariante der Stat 272 unter Bezeichnung Stat. 1002 Bs, bestehend aus Sendeempfänger Ase 211, Batteriekasten Spez 992 Bs und Tretgenerator, mit dem Frequenzbereich 3 - 5 MHZ beschafft und 1935 - 1946 unter der Bezeichnung "Tragbar Leicht / TL" bei der Truppe eingeführt. Die Geräte wurden von Telefunken Zürich gefertigt.

Die Grenzwellenstation "TLA" mit Frequenzbereich 2,0 - 3,33 MHz war nahezu baugleich. Als Telefunken Stat. 1011 Bs, bestehend aus Sendeempfänger Ase 3017, Batteriekasten und Tretgenerator, erfolgte die Beschaffung für die Artillerieeinheiten 1942 / 1944.
Im Jahre 1942 wurden die Stationen mit steilstrahlenden Antennen und 1951 mit einem Netzspeisegerät "NG TL" aus der Fertigung von Zellweger (Uster), welches die notwendigen Heiz- und Anodenspannungen bereitstellte, ausgebaut.

Unter der neuen Nomenklatur SE-210 / SE-211 blieben die Geräte als Reserve- Stationen bei den mit dem SE-222 ausgerüsteten Truppen bis in die sechziger Jahre im Einsatz und wurden erst 1980 definitiv ausgemustert, also nahezu ein halbes Jahrhundert nach der ersten Evaluation.

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